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Sommerfrische
Schwarzatal

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert zog die landschaftliche Schönheit des Schwarzatals im Thüringer Wald Gäste aus ganz Deutschland an. In ihrer »Sommerfrische« suchten die Städter hier Erholung. Die Tradition der Sommerfrische wird heute durch die »Zukunftswerkstatt Schwarzatal« wieder neu belebt und gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen zeitgemäß umgesetzt.

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Der Ausdruck »Sommerfrische« hat sich in Deutschland im 19. Jahrhundert etabliert. Das Übersiedeln vom Quartier in der Stadt auf den Landsitz ist schon in der Antike üblich gewesen. Mit dem Aufblühen der Städte wurde seit der Renaissance in Kreisen der Aristokratie der saisonale Wechsel von Stadtpalais (Winterschloss) in die Sommerresidenz gepflegt. Mit der Industrialisierung ging der Brauch auf das gehobene Bürgertum über. Ab dem 19. Jahrhundert wurde Europa durch die Eisenbahn erschlossen, der früher aufwändige und unbequeme Ortswechsel wurde zur Erholungsreise.
Damit war ab Mitte des 19. Jahrhunderts die »Sommerfrische« fester Bestandteil des Sommerlebens der Aristokratie und des wohlhabenden Bürgertums und erreichte im 20. Jahrhundert die breiten Massen. Wer sich keinen eigenen Sommersitz leisten konnte, quartierte sich in Gasthäusern und Privatquartieren ein. So sind »Sommerfrische« und der beginnende Tourismus eng miteinander verbunden. Ergänzend entstanden die örtlichen Unterhaltungsangebote für die »Sommerfrischler«, wie das vorher unübliche Freibaden an Seen, das Wandern oder Bergsteigen.
Von 1880 bis 1940 entwickelten sich im Schwarzatal die sogenannten »Sommerfrische-Architekturen« – im Regelfall zweistöckige Häuser mit angebauten Balkonen in der oberen Etage für den Blick in die Landschaft, im Erdgeschoss mit Laubengängen und oftmals mit Türmchen versehen. Ähnlich wie die Bäderarchitektur – vor 1900 besonders im Ostseeraum oder auch in den Kurbädern – zeichnet sich die »Sommerfrische-Architektur« durch eine markante und wiedererkennbare Sprache aus. Eine Vielzahl an Hotels und Pensionen entstand im Schwarzatal. Daneben entwickelten sich auch Infrastrukturen – u.a. Straßen, Wanderwege mit Aussichtspunkten für die Erholung in der Natur, Bäder für den Sport, sowie Pavillons für Vergnügungen. Auch Handwerksbetriebe, die zum einen für das Schloss Schwarzburg arbeiteten, aber auch die »Sommerfrische-Architekturen« erschufen, siedelten sich an. Die ökonomischen Grundlagen der Region richteten sich in starkem Maße an den Sommergästen aus. Ab ca. 1880 bis zum ersten Weltkrieg reisten jährlich etwa 13.000 bis 18.000 Besucher in das Schwarzatal. Prominentester Sommergast war Friedrich Ebert, der 1919 als damaliger Reichspräsident in Schwarzburg die Weimarer Verfassung unterzeichnete.
Auch in der DDR-Zeit war das Schwarzatal ein beliebtes touristisches Ziel, zumeist über den organisierten FDGB-Tourismus und umrahmt durch vielfältige kulturelle Angebote. Mit der Grenzöffnung 1989 ging die Nachfrage jedoch schlagartig zurück.

Sommerfrische
Morgen

Die zeitgenössisch verstandene »Sommerfrische« steht neben den traditionellen Formen des Tourismus wie Wandern oder Radfahren auch für neue Angebote an Menschen, die auf dem Land und in der Stadt leben wollen. Durch die neuen Medien und flexible Arbeitsformen ist es vielen Berufsgruppen möglich, an verschiedenen Orten beruflich tätig zu sein. Man ist weltweit vernetzt und kann von (fast) jedem Ort aus kommunizieren.
Das Leben in den großen Städten entwickelt sich dynamisch. Phasen der Entspannung in der Natur sind deshalb für einen Großteil der Menschen lebensnotwendig geworden. Orte der Entschleunigung in Naturnähe und Inseln der Nichterreichbarkeit werden ebenso gesucht wie unmittelbare Kontakte mit der Landschaft und eine innige Verbindung zu den Ressourcen unseres Lebens, etwa den Lebensmitteln. Damit gewinnen Räume in der Landschaft, wo man sich eine Zeitlang erholen aber auch – wenn man will – tätig sein kann, stark an Bedeutung.

Sommerfrische
Architekturen

Neben der dramatisch schönen Landschaft des Schwarzatals gibt es eine Vielzahl von Häusern, die darauf warten entdeckt und erobert zu werden. Einige von ihnen stehen sogar zum Verkauf – zu sagenhaft günstigen Preisen. Wer Interesse und gute Ideen hat, sich in den leerstehenden Häuser des Schwarzatals einzurichten – sei es als Feriendomizil, zum temporären Arbeiten oder als Landsitz – kann sich bei der Zukunftswerkstatt Schwarzatal, Anja Tatarin, unter folgender Telefonnummer melden: 03671/5763-11 oder per Mail: 

Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal

Termine

Weitere Termine in der Region auf:
www.rennsteig-schwarzatal.de

Termine der Internationalen Bauausstellung IBA Thüringen finden Sie hier:
www.iba-thueringen.de/kalender

Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal

Das Schwarzatal
In Europa

Sommerfrische im Schwarzatal

Das Schwarzatal
In Thüringen

Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal

Kontakt

Zukunftswerkstatt
Schwarzatal e.V.

Dr. Burkhardt Kolbmüller
Vorsitzender

tel+49 177 6027158

Die Zukunftswerkstatt Schwarzatal und ihre Mitglieder aus den regionalen Vereinen und interessierten Einzelpersonen engagieren sich als Partner der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung der Region Schwarzatal.

Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH

Gutenbergstraße 29a
99423 Weimar

Geschäftsführung:
Dr. Marta Doehler-Behzadi

Projektleitung:
Ulrike Rothe

tel +49 3643 90088-0
fax+49 3643 90088-29


www.iba-thueringen.de


IBA ist ein organisierter Ausnahmezustand. Von 2012 bis 2023 wird ganz Thüringen zu einem Zukunftslabor. Die Internationale Bauausstellung Thüringen bietet Anregung und Unterstützung für Partner, die neue Vorgehensweisen erproben und Modellprojekte umsetzen wollen und führt selbst Initiativprojekte durch. Dafür öffnet sie experimentelle Denk- und Gestaltungsspielräume.

Die Initiative »Zukunftswerkstatt Schwarzatal« hatte sich mit dem Maßnahmenpaket »Resilientes Schwarzatal« am Projektaufruf der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen beteiligt und ist im September 2014 als offizieller IBA-Kandidat bestätigt worden.

Sie ist mit der »Sommerfrische Schwarztal« seit 2015 Teil des Forschungsprojekts »Baukultur konkret« des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Das Projekt setzt sich insbesondere mit Baukulturinitiativen in ländlichen Gemeinden sowie kleineren und mittleren Städten auseinander. Die Bundesstiftung Baukultur begleitet das Vorhaben.

kulturräume gestalten, Berlin

i.A. der IBA Thüringen
Ulrike Rose
www.kulturräume.net

Das Büro »kulturräume gestalten« unterstützt die Aktivitäten im Schwarzatal bei der Entwicklung der Sommerfrische Architekturen für künftige Nutzungen.



Weitere Aktivitäten im Schwarzatal:
www.iba-thueringen.de/projekte/experimentierfeld-resilientes-schwarzatal

Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal
Sommerfrische im Schwarzatal

Impressum

Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
Dr. Burkhardt Kolbmüller
Vorsitzender

Schlossstraße 5
07427 Schwarzburg

tel +49 177 6027158


Fotografie:
Büro für Urbane Projekte
Tillmann Gebauer
Dörthe Hagenguth
Kai-Uwe Schulte-Bunert

Konzeption:
Ulrike Rose
kulturräume gestalten

Gestaltung:
Maria Gottweiss

Programmierung:
Jens Weber

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